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Geldumtausch und Zahlungsverkehr

Geldumtausch und Zahlungsverkehr

a) Art des Problems

Nachdem in Spanien und Deutschland zu Beginn des Jahres 1999 der Euro eingeführt wurde, hatten die Verbraucher erwartet, daß die gemeinsame Währung besonders für die Touristen wesentliche Erleichterungen bringen würde. Es gab zwar auch in der Vergangenheit für deutsche Touristen in Spanien keine großen Probleme, Bargeld zu tauschen, weil Spanien ein dichtes Netz an Bankfilialen und vor allem auch an Geldautomaten hat, aber die Situation in einem gemeinsamen Markt mit einer gemeinsamen Währung ist natürlich noch bequemer. Normalerweise sollte sich der feste Wechselkurs von DM und PTA gegenüber dem Euro auch günstig auswirken, da es keine Verluste für den Verbraucher durch unterschiedliche Kurse für Ankauf und Verkauf geben kann.

Leider haben sich die Vorteile der gemeinsamen Währung für die Touristen noch nicht ausgewirkt. Die Banken fordern heute für den Geldumtausch höhere Gebühren als früher, da es keine unterschiedlichen Kurse für Ankauf und Verkauf geben darf. Die Auszahlung an einem spanischen Geldautomaten ist für deutsche Touristen ebenfalls teurer geworden. Es scheint, als ob die Banken wieder einmal neue Möglichkeiten gefunden haben, Geld zu verdienen. Für den Verbraucher sind noch keine Vorteile durch die Einführung des Euro erkennbar. Die Akzeptanz der neuen Währung wird dadurch behindert.

b) Betroffene Verbraucher

Betroffen sind vor allem Verbraucher, die Individualreisen unternehmen und daher einen höheren Bedarf an Bargeld haben.

c) Bezug zu Produkt- und Dienstleistungsaspekten

Wegen der immer noch existierenden Nachteile beim Bargeldumtausch ist es oft empfehlenswert, mit Kreditkarte zu zahlen und den Gebrauch von Bargeld zu vermeiden.

d) Ursachen des Problems

Politik und Wirtschaft achten möglicherweise zu wenig darauf, daß der gemeinsame Markt und die gemeinsame Währung auch den Verbrauchern Vorteile bringen sollte.

e) Maßnahmen zur Abhilfe

Touristen in Spanien sollten, wenn es ihnen möglich ist, von der Möglichkeit Gebrauch machen, bei der Banco de España und ihren 23 Zweigstellen kostenlos DM in PTA umzutauschen.

f) Juristische Wertung

Die Gebührenpolitik der Banken ist aus juristischer Sicht nicht zu beanstanden. In Einzelfällen ist aber zu prüfen, ob überhöhte Gebühren verlangt werden.

 

 

Bericht erstellt von IFAV
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