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Kredit- und Kundenkarte

Kreditkarten sind mittlerweile ein verbreitetes Zahlungsmittel geworden. Marktführer unter den Kartenfirmen sind Eurocard, American Express, VISA und Diners Club.

Allerdings gibt es unzählige Kartenangebote in Variationen, es handelt sich aber meist um Abwandlungen einer der vier klassischen Karten, die bloß mit Zusatzfunktionen des jeweiligen Händlers oder Dienstleisters angereichert sind und zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten werden (Co-Branding-Karten).

Es zeigt sich, daß bei seltener Nutzung der Kreditkarte pro Zahlung relativ hohe Kosten anfallen, zum Beispiel bei einer Jahresgebühr von 40 DM und nur 20 Einsätzen der Kreditkarte 2 DM für jeden „Einkauf".

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Kundenkarten sollten in ihren Geschäftsbedingungen besonders sorgfältig auf ihre
Haftungsrisiken geprüft werden


 


TIP: Wer eine Kreditkarte benötigt oder benutzen will, der sollte genau die Gebühren vergleichen. In der Regel bieten preisgünstigere Karten nicht weniger Möglichkeiten. Einen Überblick über die Vielfalt der Angebote geben die regelmäßigen Untersuchungen über Preise und Leistungen der Anbieter, die von der Stiftung Warentest durchgeführt und in den Zeit-schriften „test" sowie „Finanztest" veröffentlicht werden.

A
uch bei anderen vermeintlichen Vorteilen von Kreditkarten ist Vorsicht geboten:
Ob ein Kartenangebot günstig ist, läßt sich nicht allein nach der Jahresgebühr, die keines-falls gleich hoch ist, beurteilen. Wichtiger sind oft die Zusatzgebühren für Barabhebungen im In- und Ausland sowie die Provisionen (Umrechnungskurse) bei Nutzung im Ausland. Einige Kartengesellschaften berechnen 1 %, andere hingegen 2% des Rechnungsbetrages. Des weiteren ist der Bargeldservice mittels Kreditkarte grundsätzlich teuer. Aus diesem Grunde sollte die Kreditkarte primär als Zahlungsmittel in Geschäften und Hotels eingesetzt werden.

Mit Kreditkarten kann man nur in jenen Geschäften und Hotels zahlen, die mit der
jeweiligen Kreditkartenorganisation einen Vertrag abgeschlossen haben. Wenn das
Symbol der Kartenfirma an der Eingangstür oder im Schaufenster zu sehen ist, dann
besteht ein Recht auf Zahlung mit dieser Karte.

Viele Karten sollen einen zusätzlichen Versicherungsschutz bieten. Tatsächlich ist dieser
aber häufig im Kleingedruckten so eingeschränkt, daß es in Notlagen echter Hilfe entbehrt.

Daß bei Anmietung eines Leihwagens für Kreditkartenbesitzer die Kaution entfällt, verkehrt
sich ins Gegenteil, wenn nämlich Mietwagenfirmen im nachhinein fingierte Unfallschäden
reklamieren und die Bank daraufhin einfach das Girokonto des Kunden belastet.
Grundsätzlich gilt, daß eine derartige Belastung ohne Unterschrift des Kunden auf den
entsprechenden Belegen unzulässig ist.

Klauseln, zum Beispiel zu Mahngebühren, zum sofortigen Kündigungsrecht der
Kartengesellschaft - und zwar ohne Grund - oder die rückwirkende Berechnung von
Zinsen, müssen seitens der Karteninhaber nicht hingenommen werden.

Später festgestellte Mängel der erworbenen Ware berechtigen in Deutschland nicht dazu,
die Kartenzahlung zu reduzieren, hier besteht also kein grundsätzliches Widerrufsrecht.

TIP: Auch Kreditkartenzahlungen im Internet sind mit Vorsicht zu tätigen, denn Karten-nummern, Geldbeträge u.a. werden völlig unverschlüsselt durch weltweite Datennetze transportiert. Bei Kartenzahlungen per Telefon oder bei Online-Angeboten (im Internet) empfiehlt sich daher unbedingt Zurückhaltung, generell sollten nur bekannte, seriöse Anbieter ausgewählt werden. Falls es tatsächlich zu einem kriminellen Mißbrauch kommen sollte, ist es wichtig, gegenüber der Kartengesellschaft darauf zu bestehen, keine Haftung übernehmen zu müssen; dies ist aus dem Grund berechtigt, weil das Abrechnungssystem der Kartenunter-nehmen dieses riskante System begünstigt und Kunden nicht vor der Verwendung der Karte im Internet gewarnt werden. Deshalb sind die Risiken allein vom Kartenanbieter zu tragen.

Vor- und Nachteile von Kreditkarten auf einen Blick:

 

Vorteile:

• Komfortables und schnelles Bezahlen nur mit Unterschrift

• Weltweite Akzeptanz, im Ausland teils oft das günstigste Zahlungsmittel

• Bonitätsfunktion bei Hotelreservierung und Autovermietung

• Meist monatliche Abbuchung

• Geringes Haftungsrisiko (bis maximal 100 DM bei Einhaltung der Sorgfaltspflichten)

• Zusatzleistungen, z.B. Bargeldverfügungen, Telefonkarte, Guthabenverzinsung

Nachteile:

• Im Gegensatz zur Barzahlung keine Anonymität

• Meist teurer als EC-Karten • Teure Barauszahlungen im In- und Ausland

• Anreiz zu Spontankäufen

• Gefahr der Fehlbuchung von Beträgen

• Undurchsichtige Gebührenstrukturen

Alternativen:

• Barzahlung

• EC-Karte

• Eurocheques

• Reiseschecks

• Beim Urlaub in Europa: Postsparbuch

• Chipkarte

 

Kundenkarten existieren in zwei Versionen, als Kundenkarten von Kaufhäusern oder anderen Anbietern zum einen, zum anderen als Kundenkarten von Banken und Spar-kassen. Mit den Kundenkarten eines Einzelhandelsgeschäftes läßt sich - im Gegensatz zu Kreditkarten - zumeist nur bei diesem Unternehmen oder seinen Filialen bargeldlos einkaufen. Einen anderen Zweck verfolgen die von Banken und Sparkassen ausgegebenen Kundenkarten, mit denen sich die Bankkunden sowohl ausweisen wie auch Selbstbedie-nungsgeräte (Bankterminals, Geldautomaten etc.) benutzen können. Manche bieten sogar
den Zugang zu Geldautomaten im Ausland.

WICHTIG: Kundenkarten sollten in ihren Geschäftsbedingungen besonders sorgfältig auf ihre Haftungsrisiken geprüft werden.

TIP: Kundenkarten sollten wegen der Risiken stets sorgfältig aufbewahrt werden, besonders dann, wenn die Haftungsregelungen dem Kunden alle Folgen und Nachteile des Verlustes, der mißbräuchlichen Verwendung, der Fälschung auferlegen.

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