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| SUMMARY - Germany |
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| Consumer rights –
Verbraucherrechte |
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In Germany there is no separate consumer law. Consumer rights have been im-plemented in many different acts, in particular the German Civil Code (BGB), the Insolvency Code (InsO) and the Act against unfair practices (UWG). Besides these legal texts, consumer rights with regards to health issues can also be found in different public laws.
In Deutschland gibt es kein besonderes Gesetz zum Schutz der Verbraucher. Verbraucherschützende Normen finden sich verstreut in vielen Gesetzen, insbe-sondere dem BGB, aber auch der Insolvenzordnung (InsO) und dem Gesetz ge-gen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Zudem finden sich in Vorschriften des öffentlichen Rechts Verbraucherrechte, die insbesondere den gesundheitlichen Verbraucherschutz betreffen. |
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Drafting contractual obligations by means of standard con-tract terms (AGB)
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) |
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In the past, standard form contracts were regulated in a seperate act (AGBG). They have been incorporated in sections 305-310 of the German Civil Code (BGB) since 2002.
These standard form contracts, known as the "small print", are all contract terms pre-formulated for more than two contracts which one party to the contract (the user) presents to the other party upon the entering into of the contract.
The contracting parties do not have to negotiate all details of a contract when one party makes use of the standard terms. This makes it easier for the user to cater for very large markets.
However, the agreement stated within the standard form contract often deviates from statutory provisions. Because of this, and in order to prevent the provisions in standard contract terms from unreasonably disadvantaging the consumer, these terms are ineffective if, contrary to the requirement of good faith, they do so. An unreasonable disadvantage may also arise if the provision is not clear and comprehensible. In addition to surprising and ambiguous clauses being ineffec-tive, the user of the standard contract terms is also obliged to explicitly refer to the terms and give the other party the opportunity to take notice of their con-tent.
Die früher in einem eigenen Gesetz geregelten Allgemeinen Geschäftsbedingun-gen (AGB) finden sich nun in den Paragraphen 305-310 des Bürgerlichen Gesetz-buches (BGB). Allgemeine Geschäftsbedingungen, das „Kleingedruckte“, sind vorformulierte Be-dingungen, die eine Vertragspartei, meist ein Unternehmen, der anderen Ver-tragspartei stellt. Dadurch werden bestimmte Rechte und Pflichten der Vertrags-parteien geregelt. Für Unternehmen erleichtert dies den Geschäftsverkehr, weil es sich mit dem jeweiligen Kunden nicht über jede „Kleinigkeit“ einzeln einigen muss. In den AGB wird aber häufig etwas anderes vereinbart, als nach den ge-setzlichen Regelungen gelten würde. Um zu verhindern, dass ein Verbraucher dabei benachteiligt wird, dürfen die AGB aber nicht zu weit vom Gesetz abwei-chen oder überraschend sein. Sind die AGB vom Verwender nicht eindeutig for-muliert, gehen Zweifel der Auslegung zu Lasten des Unternehmers. Der Verwen-der muss deutlich auf die AGB hinweisen und sicherstellen, dass der Kunde die AGB einsehen konnte und sich mit ihnen einverstanden erklärt. |
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Particular types of sale (section 312-312f BGB)
Besondere Vertriebsformen |
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Section 312-312f of the German Civil Code (BGB) protects the consumer if an entrepreneur distributes his products and services either through a doorstep transaction or solely through the use of means of distance communication.
A doorstep transaction is a contract which the consumer has been induced to en-ter into as a result of oral negotiations at either his place of employment, in the area of a private home, or on the occasion of a leisure event carried out by the entrepreneur.
Distance contracts are contracts for the supply of goods or the rendering of ser-vices, including financial services, which are entered into between an entrepre-neur and a consumer solely by the use of means of distance communication (e.g. telephone or internet).
If an entrepreneur decides to distribute his products or services in such a man-ner, the consumer has a right of revocation within 14 days. The right of revoca-tion does not exist in the case of insurance contracts or if the oral negotiations on the basis of which the contract was entered into were conducted in response to a previous order placed by the consumer. The same is true if the performance of the contract is immediately rendered and paid for at the conclusion of the ne-gotiations, if remuneration does not exceed EUR 40, or if the declaration of in-tention of the consumer has been recorded by a notary.
Durch die Regelungen zu besonderen Vertriebsformen in den §§ 312-312f BGB sollen Verbraucher geschützt werden, wenn sie in „ungewöhnlicher“ Umgebung einen Vertrag abschließen, weil der Unternehmer eine besondere Form gewählt hat, sein Produkt oder seine Dienstleistung zu vertreiben. Eine besondere Ver-triebsform ist insbesondere das Geschäft an der Haustür des Verbrauchers oder ein Geschäft, das nur mit Fernkommunikationsmitteln zustande kommt.
Ein Haustürgeschäft ist ein Geschäft, das durch eine lediglich mündliche Ver-handlung in der Privatwohnung oder am Arbeitsplatz des Kunden, während einer durch den Unternehmer veranstalteten Freizeitveranstaltung ("Kaffeefahrt"), in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf öffentlichen Plätzen zustande gekommen ist. In diesem Fall kann der Verbraucher innerhalb von 14 Tagen nach Zustande-kommen des Geschäfts dieses widerrufen.
Dazu muss der Verbraucher erklären, dass er die Dienstleistung nicht in An-spruch nehmen möchte, bzw. das Produkt an den Unternehmer zurückgeben. Der Verbraucher kann nicht widerrufen, wenn er den Unternehmer zu einem Verbrauchsgespräch eingeladen hat, das Geschäft durch einen Notar beglaubigt wurde oder die Dienstleistung bzw. das Produkt sofort verbraucht wurde und der jeweilige Wert EUR 40,00 nicht übersteigt.
Fernabsatzverträge, die nur mit Fernkommunikationsmitteln zustande gekom-men (z.B. Katalogbestellungen oder Bestellungen bei Online-Versandhäusern). Von besonderem Interesse ist auch hier das Widerrufsrecht bzw. Rückgaberecht des Verbrauchers, das ebenfalls innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss vom Verbraucher in Anspruch genommen werden kann. |
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Purchase and exchange
Kauf, Tausch |
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By a purchase agreement, the seller of a thing is obliged to deliver the thing to the buyer free from material defects.
Where a consumer buys a movable thing from an entrepreneur (so-called con-sumer purchase), the seller has to obey to the additional rules of section 474-479 BGB.
The seller may not exclude to assume liability for defects nor restrict limitation of actions to the disadvantage of the consumer. The above mentioned rules also apply to exchange contracts.
Für den Verkäufer ergibt sich aus einem Kaufvertrag die Pflicht, dem Käufer eine mangelfreie Sache zu übergeben, § 433 BGB. Für einen sogenannten Verbrauchsgüterkauf ergeben sich für den Verkäufer weitere Pflichten, §§ 474 bis 479 BGB. Wenn ein Unternehmer einem Verbraucher eine Sache verkauft, darf er danach nicht die Haftung für Mängel ausschließen. Zudem darf er die Verjährung der Ansprüche nicht zum Nachteil des Käufers auf unter zwei Jahren bei neuen Sachen und nicht auf unter einem Jahr bei gebrauchten Sachen beschränken.
Die oben genannten Pflichten finden auch auf Tauschverträge Anwendung. |
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Financing assistance between an entrepreneur and a con-sumer
Finanzierungshilfen zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher |
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If a consumer buys a thing from an entrepreneur and cannot pay the cash pay-ment price, the seller may grant him a non-gratuitous postponement or other non-gratuitous financing assistance (i.e. which will not be free for the consumer). This is regulated in section 499-504 BGB. The contract declaration must indicate the net amount to be financed, the total amount of all payments and the manner of repayment (i.e. the way the money will be repaid). If a consumer has effec-tively revoked his consumer purchase contract, he is also no longer obliged by his declaration of intention to enter into a financing assistance connected to this contract.
Weitere Schutzmechanismen zugunsten des Verbrauchers greifen ein (§§ 499-504 BGB), wenn dieser von einem Unternehmer eine Sache kauft und übergeben bekommt, den Kaufpreis aber erst später oder nur in Raten zahlen kann. Erhöht sich die zu zahlende Summe dadurch, dass der Unternehmer dem Verbaucher einen Zahlungsaufschub gewährt, muss der Verbraucher hierüber aufgeklärt werden. Hat die gekaufte Gegenstand einen irreparablen Mangel, kann der Verbraucher den Vertrag widerrufen. In diesem Fall muss der Verbraucher auch nicht die zusätzlichen Kosten für den gewährten Zahlungsaufschub weiter bezah-len. |
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Contracts for delivery by instalments (section 505 BGB)
Ratenlieferungsverträge zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher |
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In contracts with an entrepreneur which relate to the supply of more than one thing sold as belonging together by way of instalments and for which remunera-tion is to be paid for the totality of the things in instalments, the consumer has a right of revocation as well. (BGB section 505)
Im Gegensatz zum Teilzahlungsgeschäft, bei dem der Verbraucher in Raten zah-len kann, erhält er beim Ratenlieferungsvertrag die Ware in Teillieferungen. Auch dabei steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht zu, § 505 I BGB. |
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© 2009 (European School of Consumers)
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